Vom Für und Wider des Radelns


Fahrradfahren ist gesund. Das weiß jedes Kind, denn schließlich ist es eine Sportart. Es gibt viele positive Effekte hinsichtlich der Gesundheit, die das Fahrradfahren mit sich bringt. Doch es ist nicht immer unbedingt für jeden und unter allen Umständen der Gesundheit wirklich zuträglich.

Positive Effekte auf die Gesundheit

Die positiven Effekte sich vielseitig.

Herz-Kreislaufsystem

Radfahren stärkt das Herz-Kreislaufsystem. Bei regelmäßigem Radfahren wird zusätzlich die Durchblutung gefördert, was ebenfalls eine positive Auswirkung auf das allgemeine Herz-Kreislauf-System hat. Doch nicht nur das. Radfahren senkt mit der Zeit sogar den Blutdruck, was Sie weniger anfälliger macht für Herz-Kreislauferkrankungen wie beispielsweise Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Lunge

Regelmäßiges Radfahren – und dabei reichen 30 Minuten bereits aus – hat einen positiven Einfluss auf die Atemmuskulatur. Zudem sorgt die Anstrengung dafür, dass mehr Sauerstoff in die Lungen gerät. Dies wiederum wirkt sich positiv auf Ihr Immunsystem aus. Vor allem für Asthmatiker ist regelmäßiges Radfahren sehr zu empfehlen.

Rücken und Gelenke

Wer kennt sie nicht: die Volkskrankheit Rücken. Die meisten Beschwerden rühren von mangelnder Bewegung her. Vor allem, wenn Sie nicht so wirklich sportaffin sind, sollten Sie daher Rad fahren. Denn das Radeln wird – wenn man es in einem gemäßigten Tempo tut – meist kaum als Sport wahrgenommen. Für den Rücken ist entspanntes Radeln eine Entlastung und zugleich eine Stärkung. Das Treten in die Pedale ist eine gleichmäßige Bewegung, die vor allem Ihre Lendenwirbel stärkt. Zudem können bestehende Verspannungen gelöst werden.

Brustkrebs

Erstaunlich, aber wahr. Radeln senkt sogar das Risiko für Frauen, an Brustkrebs zu erkranken. Bereits 4 Stunden Radeln pro Woche lässt laut einer Studie des Krebsforschungszentrums Heidelberg das Brustkrebsrisiko um etwa 34% sinken. Man sieht einen Zusammenhang mit dem gestärkten Immunsystem.

Hormonhaushalt und Psyche

Bei jeder Ausdauersportart, wozu das Radfahren zählt, schüttet der Körper nach einer Dauer von etwa 40 Minuten Endorphine, also Glückshormone, aus. Endorphine bewirken bei uns Menschen, dass Negativem, das uns belastet, für eine gewisse Dauer weniger Bedeutung beigemessen wird. Somit ist vor allem bei Angstzuständen oder anderen psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen Radfahren sehr zu empfehlen.

Vorsicht geboten

Es gibt jedoch auch Umstände, die das Fahrradfahren eher nachteilig für die Gesundheit machen.

Übergewicht

Natürlich gilt als oberste Regel für eine Gewichtsabnahme Bewegung in Verbindung mit einer Ernährungsumstellung. Wenn Sie bzw. Ihre Gelenke Sport jedoch nicht gewohnt sind, dann kann es sich auf Dauer eher negativ auf Ihre sowieso recht beanspruchten Gelenke auswirken .
Zum Anderen sind bei übergewichtigen Menschen meist auch das Herz-Kreislauf-System und auch die Lunge angegriffen. Sprechen Sie also unbedingt vor dem Beginn mit dem Radfahren mit Ihrem Arzt.

Potenz

Es existiert die Theorie, dass sich zu langes Radfahren auf ungeeigneten Sätteln nachteilig auf die männliche Potenz auswirken kann. Grund dafür ist das Erhitzen der Hoden auf dem Sattel. Achten Sie daher entweder auf regelmäßige Pausen oder entsprechende Sättel.